Neues aus dem Verein

Musikverein Schönaich war in Shanghai

Vom 11. – 18. September reiste der Musikverein Schönaich nach Shanghai. Anlass war eine Einladung zum 30. Tourismus Festival der Stadt Shanghai. Zusammen mit den Egger Musikanten aus Egg an der Günz nahmen die 43 Schönaicher Musikerinnen und Musiker mit ihrem Dirigenten Rainer Bauer am Samstagabend an der Eröffnungsparade teil. Rund 350.000 Besucher säumten die Umzugsstrecke und 100 Millionen verfolgten das Event an den Bildschirmen. Rund 60 Musik- und Tanzgruppen aus der ganzen Welt nahmen an dieser Parade teil. Bunt glitzernde Wagen sorgten für weitere Abwechslung. Vier Bühnen säumten die zweieinhalb Kilometer lange Strecke. Tags zuvor stand für alle Teilnehmer noch eine Probe auf dem Programm. Der Durchlauf wurde zwei Mal in voller Montur geprobt, damit am nächsten Tag auch alles für die vielen Zuschauer und für die Fernsehkameras perfekt war. Bis kurz vor Mitternacht dauerte diese Probe, die immer wieder durch Wartezeiten unterbrochen war. Diese Zeit konnte dann genutzt werden, um mit den Teilnehmern der anderen Nationen, die z. B. aus Hawaii, Russland oder Neuseeland kamen, in Kontakt zu treten. Bei abendlichen Temperaturen um die 30 Grad, einer hohen Luftfeuchtigkeit, gleichzeitigem Musizieren und Marschieren kann man sich vorstellen, wie schweißtreibend das Ganze ist. Platzkonzerte vor dem Shopping Center „Global Harbour“ und vor dem „Pearl oft the Orient-Tower“ rundeten die musikalische Präsentation ab. Und immer wieder trafen die Teilnehmer der Reise auf fröhliche Chinesen, die von der Musik der Schönaicher begeistert waren. Fast überall waren sie auch begehrte Foto-Objekte. Wer groß war und einen Bart sein Eigen nennen konnte, hatte gute Chancen mit dem Personal in den Lokalen fotografiert zu werden.

 

Auftritt des Musikvereins Schönaich zusammen mit den Egger Musikanten aus Egg an der Günz beim 30. Tourismus Festival der Stadt Shanghai

Selbstverständlich kam auch das kulturelle Programm nicht zu kurz. So besuchte die Delegation aus Schönaich die berühmte Wasserstadt Zhouzhuang, machte einen Ausflug zum „Platz des Volkes“ und ins Shanghai-Museum, nahm an einer chinesischen Tee-Zeremonie teil, fuhr nachts mit dem Boot auf dem Huangpu Fluss, besuchte ein Seidenmuseum, erklomm die höchsten Wolkenkratzer und genoss eine Akrobatik-Show. Immer begleitet wurden die Schönaicher von ihrem fachkundigen Führer Zhu von der Tourismusbehörde, der sehr gut Deutsch sprach und mit seinen Verbindungen das ein oder andere auch mal beschleunigen konnte. Die aufregenden Tage ließen die Schönaicher gemeinsam gemütlich in der Hotellobby ausklingen. Eine Guggenmusik-Gruppe aus der Schweiz war ebenfalls im selben Hotel untergebracht.

Musikverein Schönaich in Shanghai

Ungewohnt war der Umgang mit Stäbchen. Nach einer Woche waren aber schon alle Profis beim Essen mit diesem Ess-Werkzeug. Die Chinesen essen zudem drei Mal am Tag warm. Man konnte sich also bereits beim Frühstücksbuffett eine warme Suppe gönnen, wenn man wollte. Imposant war das perfekt ausgebaute U-Bahn-Netz mit insgesamt 14 Linien, an dem aber immer noch weitergearbeitet wird. Bei einer Stadt mit über 24 Millionen Einwohnern und zirka 3.000 Hochhäusern sicherlich ein Muss. Ein weiteres wichtiges Fortbewegungsmittel für die Bewohner Shanghais ist der Motorroller, für die es fast immer eine separate Fahrspur gibt und die fast ausschließlich elektrisch unterwegs sind. Beeindruckend auch der selbstverständliche Umgang mit dem Handy und der Bezahlung damit.

Voller neuer Eindrücke und auch mit ein paar exotischen Souvenirs im Gepäck kamen die Schönaicher Musiker nach einer Woche wieder in den heimatlichen Gefilden an, wo sie am Probenlokal auch sogleich herzlich in Empfang genommen und mit einer Brezel überrascht wurden.

Weitere Fotos gibt es auf der offiziellen Facebook-Seite des Shanghai Tourism Festival (STF) zu sehen. Die Parade selbst kann man sich auf Youtube anschauen.

Das war das 41. Entengassenfest

Das diesjährige Entengassenfest war zweifelsohne von einer Frage geprägt: „Regnet es oder regnet es nicht?“ Aber die teilnehmenden Vereine und die Besucher machten das Beste daraus und es wurde wieder ein tolles Fest!

Auch der Musikverein Schönaich lieferte dieses Jahr wieder eine ganz hervorragende Performance ab. Zum ersten Mal übernahm der MV dieses Jahr zusätzlich zu seinem Weinstand in der Entengasse 11 auch den Bierstand am oberen Ende der Entengasse. Auch musikalisch war der Musikverein wieder höchst präsent. Gleich zu Beginn beim Fassanstich am Freitagabend. Gerne hätten wir die ersten Gäste noch etwas länger unterhalten aber ab halb acht waren dann die Himmelsschleusen geöffnet. Am Samstagabend unterhielt dann das Sinfonische Blasorchester die Besucher aus Nah und Fern. Und auch hier mussten wir etwas früher unsere Instrumente einpacken, weil nicht alle Musikerinnen und Musiker im Trockenen saßen. Am Sonntagnachmittag trotzten dann unsere Bläserklassen, der Spielkreis und das Jugendblasorchester dem feuchten Wetter. Beim Kirchen-Café unterhielt das Saxophon-Quartett.

Auftritt des Sinfonischen Blasorchesters auf dem 41. Entengassenfest 2019

Auf- und Abbau verliefen reibungslos und zügig und auch hinter den Verkaufsständen herrschte geschäftige Professionalität und gute Stimmung. Ein Dank geht an alle fleissigen Helferinnen und Helfer und an alle Musikerinnen und Musiker. Klasse Leistung! Und ein ganz besonderer Dank geht an unseren Hauptorganisator Patrick Kreis, der gefühlt nonstop auf dem Entengassenfest vertreten war und alles super im Griff hatte.

Jetzt erholen wir uns erst einmal und freuen uns jetzt schon auf’s 42. Entengassenfest!

Besuch aus Shanghai

Ende Juni besuchte eine Delegation des Shanghai Tourism Festival Schönaich. Zuerst statteten Sie Bürgermeister Dr. Daniel Schamburek einen Besuch im Rathaus ab. Eigens hierfür wurde die Gemeinderatssitzung unterbrochen. Ein kleines Gastgeschenk hatte der Besuch aus dem fernen Osten ebenfalls mitgebracht: Einen Schlüssel in Form der Skyline von Shanghai.

Überreichung des Gastgeschenks an Bürgermeister Dr. Daniel Schamburek

Im Gegenzug erhielten die Gäste aus Shanghai eine Ortschronik der Gemeinde Schönaich. Mit dem Lesen wird es vielleicht etwas schwierig, aber es sind ja auch sehr viele Bilder unserer schönen Gemeinde drin. Im Anschluss daran besuchte die 10-köpfige Delegation eine Probe des Sinfonischen Blasorchesters. Die Musikerinnen und Musiker gaben traditionelle Blasmusik zum Besten und warteten auch schon mit ihrem musikalischen Programm für die große Parade in Shanghai auf. Dazu zählten auch zwei traditionelle chinesische Stücke, was die Besucher ganz besonders entzückte. Shen Chao, der Leiter des Festivals brachte zum Ausdruck, dass sich die Delegation schon auf den Besuch der Musikanten aus Schönaich in Shanghai freue. Bei dem Festival, das bereits eine 30-jährige Tradition hat, werden ca. 300.000 Besucher erwartet. Außerdem wird die Veranstaltung im Fernsehen und im Radio übertragen und erreicht ein Publikum von 200 Millionen Menschen.

MV Schönaich beim Deutschen Musikfest in Osnabrück erfolgreich

Vom 30.05. bis 02.06.2019 reiste das Sinfonische Blasorchester des Musikverein Schönaich zum 6. Deutschen Musikfest nach Osnabrück. Dort nahm das 45-köpfige Orchester beim Wertungsspiel in der Oberstufe teil. Nachdem der Feiertag von der Anreise geprägt war, folgte nach dem Abendessen im Hotel Idingshof in Bramsche noch eine Generalprobe. Am nächsten Morgen hieß es dann früh aufstehen, da die Vortragszeit auf der Bühne des Gymnasiums „In der Wüste“ auf 10:00 Uhr terminiert war und die Schönaicher somit das erste Orchester an diesem Tag waren. Unser ehemaliger Dirigent Uli Schmidt, ließ es sich nicht nehmen extra anzureisen und unserem Vortrag zuzuhören. Das SBO trug das Pflichtstück „Suite on Greek Love Songs“ von Henk van Lijnschooten und das viersätzige Selbstwahlstück „Puszta“ von Jan van der Roost vor. Die Fachjury war international besetzt. Im Anschluss an den Vortrag folgte das Fachgespräch mit einem der Juroren und Dirigent Rainer Bauer. Das Ergebnis ließ jedoch noch bis abends zu Verkündung in der Festarena auf sich warten. So lange war Zeit, sich andere Wertungsspiele anzuhören, Platzkonzerten zu lauschen, eine Musikmesse zu besuchen oder die Stadt zu erkunden. Um kurz vor 21:00 Uhr stand dann das Ergebnis fest: Das SBO des MV Schönaich hatte sich die Note „sehr gut“ mit 87,2 Punkten erspielt. Im Vergleich zum Landesmusikfest in Karlsruhe und zum letzten Bundesmusikfest in Chemnitz noch einmal eine deutliche Steigerung. Als einziger Verein aus dem Landkreis Böblingen vertrat auch dieses Mal wieder der Musikverein Schönaich die Farben des Kreisverbands. Von zwischenzeitlich sechs Deutschen Musikfesten hat der MV Schönaich an fünf davon teilgenommen. Beginnend mit dem ersten bundesweiten Musikfest 1989 in Trier.

Musikverein Schönaich beim Bundesmusikfest in Osnabrück Mai/ Juni 2019

Am Samstag stand für die Schönaicher noch ein Platzkonzert im Schulhof der Domschule an. Nach einem gemeinsamen Mittagessen wurden noch die Wertungsspiele „Marsch & Show“ im Sportpark Illoshöhe, das Konzert des Landesblasorchesters Baden-Württemberg oder das Open-Air Konzert der Big Band der Bundeswehr besucht.

Um einiges reicher an tollen Eindrücken, wurde nach einem ordentlichen Frühstück am Sonntag die Heimreise angetreten. Andreas Martin Hofreiter, Tubist und einer der Botschafter des diesjährigen Musikfestes, formulierte es sehr treffend: „Zusammen etwas Schweres zu schaffen, das schweißt zusammen und bringt uns weiter. Überdies ist das Blasorchester ein Ort, in dem Geselligkeit und Humor stets großgeschrieben werden.“

Jugendkonzert des Musikvereins unter dem Motto „Disney and Friends“

Beim Jugendkonzert am 5. Mai durfte unsere Musikverein-Jugend vor einer vollen Gemeindehalle ihr Können darbieten.

Schon mit der Einfangsfanfare von 20th Century Fox wurden die Zuschauer auf große Filmerfolge eingestimmt. Mit der Bläserklasse 3 und 4 ging das Programm dann richtig los. Die Bläserklasse 3 hat ihre Instrumente erst seit Februar im Einsatz und somit waren mache vor ihrem ersten Auftritt recht nervös. Schon routinierter gab sich die 29-köpfige Bläserklasse 4 mit ihrem Programm. Ein besonderes Highlight lieferte die Blockflöten-AG der Klasse 2. Nach dem Auftritt hatten wir als Verein und auch die Rektorin der Grundschule dem Publikum zu bieten. Mit der Übergabe der Kooperations-Urkunde besiegelten wir das Angebot der Blockflöten, sowie der Rhythmus-AG in Klasse 2 der Grundschule Schönaich.

Übergabe der Kooperationsurkunde

Im Anschluss gab es einen Wechsel auf der Bühne und der Spielkreis, der mittlerweile zu einem stattlichen Orchester herangewachsen ist, nahm auf der Bühne Platz. Mit bekannten Musicalmelodien ließen sie so manchen Zuschauer im Takt mitwippen. Das Jugendblasorchester vervollständigte den Reigen und präsentierte nicht zuletzt Highlights aus dem Musical „Aladdin“, das wir erst im März live erlebt haben und somit als „Aladdin-Insider“ so manchen fliegenden Teppich schweben ließen. Unsere diesjährigen Lehrgangsteilnehmer durften sich dann noch die Glückwünsche des Publikums und ein kleines Präsent abholen, bevor im Tutti die geballte MV-Jugend- Power mit ca. 100 Musikern „Smoke on the water“ erklingen ließ.

 

Jazz und Genuss

Wenn beerig, fruchtige Aromen den Gaumen umspielen, wenn betörender Duft die Geruchsnerven umspielt, wenn sanfte Saxophonmelodien und präzise Trompetenakkorde den Ohren schmeicheln und wenn launige Ansagen die Lachmuskeln kitzeln dann heißt es beim Musikverein Schönaich wieder „Jazz und Genuss“.

Eine bewährte Kombination von leckerem Essen, erlesen Weinen und smarter Big Band Musik die durch witzige Ansagen garniert wird und die am vergangenen Wochenende wieder für zwei ausverkaufte Abende im Probenlokal des Musikvereins sorgten. Ohne besondere Werbemaßnahmen waren die Plätze wieder in Rekordzeit ausverkauft.

Was die Big Band des MV Schönaich unter der routinierten Leitung von Klaus Kreczmarsky wieder präsentierte, war eine abwechslungsreiche Mischung aus Pop-, Rock-, Big Band, Swing und Latin-Titeln, die dem Publikum außerordentlich gefiel. Den prägnanten Auftakt machte der bekannte „Watermelon Man“ von Herbie Hancock. „Noodlin‘“ bezeichnet nicht nur eine besondere Art des Fischfangs sondern steht auch für das lässige herunter spielen eines Musiktitels. Diese Lässigkeit legte auch die 19-köpfige Formation bei diesem coolen Swing im Count Basie Stil hin. Schon beim nächsten Stück durfte Wolfgang Völmle, der auf bekannt humorvolle Art durch den Abend führte, Sängerin Birgit Glaser begrüßen. Mit „Chuck E’s in Love“ von Rickie Lee Jones nahm sie das Publikum gleich gefangen. Es folgte ein weiterer Gesangstitel mit „Valerie“. Bekannt wurde der Song durch die bereits im Alter von 27 Jahren verstorbene Sängerin Amy Winehouse. Eine der wohl ungewöhnlichsten Nummern, die das Dave Brubeck Quartett geschrieben hatte, war „Blue Rondo a la turk“, das in einem ungeraden neunachtel Rhythmus daher kommt. Aber auch diese Herausforderung wurde von den Musikerinnen und Musikern souverän gemeistert. „Killing me softly“ war im Jahr 1973 Nummer 1 in den amerikanischen Charts. Es war einer der wohl größten Hits in der Karriere von Roberta Flack. An diesem Abend wurde der Song von Birgit Glaser und der MV Big Band performt.  „Big Swing Face“ ist der Titel des achten Albums des amerikanischen Sängers und Pianisten Bruce Hornsby. Mit dem gleichnamigen Titel fand die Formation des Musikvereins wieder zu den Wurzeln der Jazzmusik zurück.

Der zweite Teil startet mit „Cold Duck Time“ ebenso flott wie der erste aufgehört hatte. Die kalte Ente ist eine alkoholhaltige Bowle, die im Wesentlichen aus Wein und Sekt besteht. Das Getränk wurde im 17. Jahrhundert in Deutschland oft nach dem Essen gereicht. Der Eigentümer eines Weinkellers in Detroit brachte das Getränk in den 1930ern Jahren in die USA, wo es zum Renner wurde. Die zahlreichen Solisten in den Reihen der Band durften sich dann bei dem Latin-Titel „Abaco“ von Scott Stanton. Es ist gleichzeitig auch eine zu den Bahamas gehörende Inselgruppe. Gesanglich punkten konnte Biggi Glaser mit „A Natural Woman“, „Cant by me love“ und „The Lady is a Tramp“. Bei letzterem im Duett mit Klaus Kreczmarsky. Die Titelmelodie der Kultfilmserie „Mission: Impossible“ war dann wieder fast jedermann unter den Gästen geläufig. Den Abschluss bildete ein Titel von Jazz-Ikone Sammy Nestico, der nicht besser zu diesem Abend hätte passen können: „The Joy of Cooking“. Hier zeigten die Musikerinnen und Musiker noch einmal ihr ganzes Können. Natürlich durften die Protagonisten nach solch musikalischen Leckerbissen die Bühne nicht ohne Zugabe verlassen. Mit „The Pink Panther“ und „Big Spender“ verabschiedeten sich Bläser und Sängerin nun endgültig von einem restlos begeisterten Schönaicher Publikum. Die Kombination „Jazz und Genuss“ wird auch im nächsten Jahr eine Erfolgsformel bleiben.

Jazzmusiker

 

Sängerin Birgit Glaser

Zwei weitere Sterne auf dem „Walk of fame“ des Musikverein Schönaich

Im Rahmen der Jahreshauptversammlung am vergangenen Wochenende ehrte der Musikverein Schönaich auch zahlreiche aktive und fördernde Mitglieder.

Für 10 Jahre fördernde Mitgliedschaft wurden Florian Brandt, Zuzana Minis, Christoph Tistler, Elke Wagner-Zukunft und Hubert Wintermantel geehrt. Seit 20 Jahren unterstützen den Verein Margarete Reichert, Bernd Hunger, Mike Baur, Birgit Krauß und Albrecht Wolf. Bereits seit 30 Jahren leisten Hans Zundl, Dietmar Braschel, Jochen Eng, Ernst Rieth und Lothar Schimpf ihren Beitrag. Auf 40 Jahre können Horst Jaus, Werner Seebode, Wolfgang Böckle, Bernhard Gärtner, Fritz Hablitzel und Heiko Rebmann zurückblicken. Seit 50 Jahren Mitglied sind Jörg Dietrich und Willi Rebmann. 60 Jahre Mitglied im MV Schönaich sind Bernhard Baur, Karl Schmid und Werner Wolf. Sogar schon 70 Jahre halten dem MV Schönaich Adolf Binder, Erich Krämer, Hermann Krämer, Hubert Rotter, Walter Rotter, Albert Schlecht und Rudi Schönleber die Treue.

Kreisverbandsvorsitzender Gerhard Weißenböck durfte die Ehrungen der aktiven Mitglieder vornehmen. Die Ehrennadel in Bronze für 10-jährige aktive Tätigkeit erhielten Konrad Schmauder (Posaune), Jana Wagener (Klarinette) und Matias Wolfer (Horn).

Für 15 Jahre Tätigkeit im Ausschuss wurde Thomas Klein mit der Förderermedaille in Silber geehrt.  

Für 70-jährige aktive Tätigkeit im Musikverein Schönaich erhielten Hans Hildebrand und Anton Proszamer vom Blasmusikverband die Ehrennadel in Gold mit Diamant und Ehrenbrief. Von Ihrem Musikverein erhielten Sie neben einer Urkunde und einer Ehrennadel jeweils einen Stern auf dem „Walk of fame des MV Schönaich“ im Probenlokal. Diese Auszeichnung erhielt bislang nur der im letzten Jahr verstorbene Ehrenvorsitzende Uli Rebmann für seine damals auch bereits 70-jährige Tätigkeit an der Trompete.

Im Jahr 1949 wurde Hans Hildebrand von dem Musiker Otto Hablitzel für die neu zu gründende Jugendkapelle geworben. Es wurde bestimmt, dass Hans Posaune spielen sollte. Von einem älteren Musiker bekam er dann eine Jazzposaune, die dieser aus der amerikanischen Kriegsgefangenschaft mitgebracht hatte. Dank seines fleissigen Probenbesuchs durfte Hans dann beim ersten Wertungsspiel bei einem Bezirksmusikfest in Musberg nach dem zweiten Weltkrieg mitspielen. Auch bei der Hochzeit von Hans und Lore durfte der Musikverein Schönaich nicht fehlen. Und so spielten die Schönaicher Musiker als Tanzkapelle im Schönbuchsaal in Böblingen. Auch beim Bau des neuen Probenlokals in der Bühlstraße war Hans tatkräftig mit dabei und montierte zusammen mit anderen Musikkameraden die Decke. Sein weiteres Hobby, die Malerei, konnte Hans konnte Hans sehr gut bei den jährlichen Besuchen in Südtirol ausleben. Im Auerhof in Natz hängen einige Ölgemälde und Zeichnungen von ihm.

Auch Anton Proszamer kam im Jahr 1949 zum Musikverein Schönaich. Da nur noch zwei Instrumente zur Auswahl standen, entschied er sich für die Klarinette. Ein paar Jahre später schenkte ihm sein älterer Bruder ein altes Saxophon. Das Spielen des Instruments brachte sich Toni selbst bei. Der Musikverein Schönaich war damals im Kreisverband Böblingen der erste Verein, der dieses Instrument besetzt hatte. Als 1968 eine neue Jugendkapelle gegründet wurde er gebeten, das Amt des Dirigenten zu übernehmen. Toni besuchte mehrere Dirigentenkurse und erinnert sich gerne an die vielen Erlebnisse, Kritikspiele und Auslandsreisen mit seiner Jugendkapelle zurück. Bis ins Jahr 1985 blieb er Jugenddirigent. Als Interimsdirigent erspielte sich Toni mit dem Großen Blasorchester im selben Jahr bei einem Wertungsspiel in Magstadt einen 1. Rang mit Auszeichnung. Im Jahr 1991 war er Gründungsmitglied eines vereinseigenen Saxophon-Ensembles, das bis heute existiert. Seit 2009 spielt Toni das wichtige Instrument Bassklarinette im Sinfonischen Blasorchester des Musikvereins.

Beide Musiker betonen, wie wichtig in all den Jahren die Unterstützung durch ihre Frauen für ihr Hobby die Blasmusik war.

Die geehrten aktiven und fördernden Mitglieder zusammen mit Vorstand Regina Dvorak-Vucetic und Kreisverbandsvorsitzendem Gerhard Weißenböck

 

Der Musikverein Schönaich blickt in eine rosige Zukunft

Am 23. Februar fand die diesjährige Jahreshauptversammlung des Musikverein Schönaich im Probenlokal in der Bühlstraße statt. Rund 100 Mitglieder waren der Einladung gefolgt. Das Grußwort sprach dieses Jahr Landtagsabgeordneter Paul Nemeth. Auf gewohnt lockere Weise moderierte Ausschussmitglied Harry Baur durch die kurzweilige Veranstaltung. Im Anschluss an ihre Berichte durften die Ressortverantwortlichen jeweils ihr „Wort des Jahres“ auf eine Tafel schreiben. Begrüßt wurden die Gäste durch Vorständin Regina Dvorak-Vucetic, die auch gleich einen Rückblick auf das Jahr 2018 gab. „Das Jahr bestand aus einem guten Mix aus Bewährtem und Neuem“, empfand sie. So erwähnte Sie als eines der Highlights den Besuch der Plüderhäuser Musiktage im Juli.

Dirigent Rainer Bauer stellte fest, dass sein kritischer Bericht aus dem Vorjahr Wirkung gezeigt habe. Ergebnis war ein sehr gutes Kirchenkonzert und ein gutes Weihnachtskonzert gewesen. Und auch den Auftritt beim Entengassenfest habe das Orchester souverän gemeistert. Auch für ihn waren Auftritt und Stimmung im Festzelt in Plüderhausen beeindruckend. „Ich freue mich jetzt jedes Mal, wenn ich in die Probe fahre“. Mit Spaß an der Sache möchte er auch an die bevorstehenden Wertungsspiele dieses Jahr in Bempflingen und in Osnabrück ran gehen. Musikvorstand Wolfgang Völmle konnte den Aufwärtstrend mit Zahlen unterfüttern. Auch der Probenbesuch hatte sich verbessert. Wobei Völmle selbst der eifrigste Musiker war und alle Proben besucht hat. Neben 38 Proben des Sinfonischen Blasorchesters standen auch noch 14 Proben der Jazz-Formation an und diverse Auftritte von Ensembles, bei Geburtstagsständchen und Beerdigungen.

Jugendleiterin Susanne Lindemann-Spieß lobte die sehr gut funktionierende Jugendarbeit. Sie hob den Auftritt des Jugendblasorchesters in Tripsdrill hervor, bei der die Jugendlichen eine gute Figur machten sowie die Teilnahme beim Wertungsspiel im Herbst, bei dem sich das Orchester gegenüber dem Vorjahr noch einmal deutlich steigern konnte. Das Jugendkonzert am 5. Mai 2019 wird unter dem Motto „Disney & Friends“ stehen.

Organisationsvorstand Patrick Kreis richtete den Focus auf die Veranstaltungen. Die bestehenden regelmäßigen Veranstaltungen könnten vom Verein gut gemeistert werden, mehr sei aber momentan nicht möglich. Auch an der Innovationsfähigkeit sollte noch gearbeitet werden. Der Weihnachtsmarkt soll ein neues Konzept erhalten. Ebenso wünscht er sich eine stärkere Verknüpfung der Themen „Musik“ und „Event“.

Für das vergangenen Jahr konnte Jochen Binder, Vorstand für Finanzen und Verwaltung, nur einen kleinen Gewinn ausweisen. Dies lag vor allem an einer verregneten Himmelfahrtshocketse, bei der man noch mit einem blauen Auge davon kam aber auch an Investitionen in die Ausbildung der Jugendlichen, in Instrumente, Noten und Uniformen. Angst und Bange braucht einem aber nicht zu werden, da der Verein über ein ordentliches Vermögen verfügt. Es soll auch 2019 investiert werden. In den Besuch des Bundesmusikfests in Osnabrück, in zusätzliche Orchesterpulte und in die Renovierung des Proberaums. So konnte schließlich auch Kassenprüfer Martin Tistler bestätigen, dass bei den Finanzgeschäften des Vereins alles in Ordnung ist.

Die Entlastung des Vorstands übernahm dann Bürgermeister Dr. Daniel Schamburek. Er bedankte sich bei den Verantwortlichen für die angenehme Zusammenarbeit und bestätigte dem Auditorium, dass der Verein starke Interessenvertreter habe von denen er sich immer sehr umfassend informiert gefühlt habe. So erfolgte schließlich auch die Entlastung des Vorstands ohne Gegenstimme.

Der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) war es hauptsächlich geschuldet, dass eine Anpassung der Vereinssatzung erfolgen musste. Auch gegen diese Änderungen hatten die Mitglieder nichts einzuwenden. Harry Baur konnte darüber berichten, dass sich der Musikverein Schönaich im vergangenen Jahr mit diesem Thema sehr intensiv befasst hat und in diesen Dingen nun optimal aufgestellt sei.

Und wie geht es weiter? Die Antworten darauf hatte Regina Dvorak-Vucetic: Zunächst steht der bereits wieder ausverkaufte Jazzabend an bevor es im Mai zuerst auf ein Wertungsspiel nach Bempflingen und danach auf das Bundesmusikfest in Osnabrück geht. Außerdem hat der der MV Schönaich eine Einladung zu einem Musikfestival nach Shanghai im September erhalten. Ereignisreiche und spannende Tage stehen den Musikerinnen und Musikern also auch in diesem Jahr bevor.

Die Vorstände Regina Dvorak-Vucetic und Jochen Binder mit Bürgermeister Dr. Daniel Schamburek und Paul Nemeth

Hans Hildebrand, Toni Proszamer und Vorständin Regina Dvorak-Vucetic mit den Sternen

 

 

 

 

 

Jugendblasorchester holt sich eine „1“ beim Wertungsspiel

Am vergangenen Samstag nahm das Jugendblasorchester des Musikvereins beim 55. Jugendwertungsspiel der Bläserjugend des Kreisverbandes Böblingen für Konzertmusik teil. Die 36 Jugendlichen traten in der Kategorie 2 mit den Stücken „Serengeti“ von John Higgins und „Atztec Fire“ von Jay Bocook an. Das Wertungsspiel fand in Unterjettingen statt. Auch einige Helfer und Fans hatten den Weg nach Unterjettingen gefunden und unterstützten die Jungmusiker nach Kräften.

Am Abend wurden dann die Ergebnisse bekannt gegeben. Das Jugendblasorchester des Musikverein Schönaich e. V. hatte sich 85,2 Punkteund damit die Note „sehr gut“ erspielt. Dies bedeutete gegenüber dem Vorjahr noch einmal eine deutliche Steigerung!

Der Musikverein gratuliert recht herzlich und ist stolz solch tolle junge Musikerinnen und Musiker in seinen Reihen zu haben. Ein herzlicher Dank geht an Dirigentin Sabrina Buck und Jugendleiterin Susanne Lindemann-Spiess für die erfolgreiche Arbeit.